Was wir in 2013 gemacht haben!

Motorradtour an die Mosel & in Vulkaneifel

Mittwochmorgen 9:00 Uhr, Sonnenschein
In Rheda war Treffen zur Abfahrt der diesjährigen Vattatachstour. Alle waren pünktlich, nur Bernd musste kurzfristig wegen Krankheit absagen. So konnten wir dann auch zeitig starten. Ich habe eine schöne Überlandfahrt zur Mosel ausgearbeitet. Über die B55 sind wir zunächst ins Sauerland eingetaucht, am Hennestausee vorbei fuhren wir weiter bis ins Siegerland. Bei Hilchenbach fuhren wir unterhalb der Staumauer an der Breitenbach-Talsperre vorbei. Siegen haben wir nur kurz “gestriffen” um über die B54 weiter zu fahren. In Wilnsdorf in der Kochschmiede sind wir dann zum Mittagessen eingekehrt. Zunächst waren wir uns nicht sicher, ob wir hier richtig sind, aber die herzliche Begrüßung warf unsere anfängliche Skepsis über Bord.
Und wir sollten vom Essen nicht enttäuscht werden. Waren die Preise doch ein wenig höher, so waren sie aber angemessen. Ich habe mir ein Schanzenschnitzel mit Brat- kartoffeln gegönnt. Zu jedem Hauptgericht gab es noch eine Vorsuppe. Bratkartoffeln wurden nachgereicht, wenn und so oft man wollte! Und geschmeckt hat es obendrein! Nach der Stärkung fuhren wir zunächst die B54 weiter bis Limburg um später in Katzenelnbogen auf die B274 zu wechseln, über die wir dann Richtung Loreley fuhren. Am Loreleyfelsen wurden bei einigen die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar.
Nach einer kurzen Foto- und Trinkpause auf dem Loreleyfelsen sind wir mit der Loreleyfähre von St. Goarshausen nach St. Goar übergesetzt. Auf der Fähre hat man einen sehr schönen Blick sowohl auf St. Goar wie auf St. Goarshausen mit Ihren Burgen Katz und Maus. Die Burg Katz befindet sich in Privatbesitz und kann leider nicht besichtigt werden. Die Burg Maus kann neben den Führungen auch für Hochzeiten und andere Feiern gemietet werden. Von St. Goar haben wir unsere Fahrt über die K100 und L215 fortgesetzt um auf die B327 zu kommen. Durch Kastellaun führte uns diese bis Kappel. Von dort fuhren wir die B421 bis zur Mosel. Entlang der Mosel befuhren wir die B53 und K65 bis Kövenig um dann empor zum Landalpark Mont Royal zu gelangen.
Gegen 17:00 Uhr sind wir nach ziemlich genau 400 Km an unserem Ziel angekommen. Den Landalpark haben wir uns als zentralen Übernachtungspunkt ausgewählt. Wir haben uns hier aus Kostengründen für zwei Sechser Häuser Typ B entschieden, die nebeneinander standen. Die Häuser haben drei Schlafzimmer mit einem Doppelbett und je zwei Einzel-betten sowie je ein Schrank und Waschbecken. Die Schlafzimmer sind zwar ein wenig beengt, aber man nutzt diese allgemein auch nur zum Schlafen. Also völlig ausreichend für ein verlängertes Wochenende!
Der Wohn-/ Essbereich ist mit einer Sitz- und Essecke ausgestattet. Auf dem Flat-TV mit Sat-Empfang konnten wir die aktuelle Wetterentwicklung verfolgen. Die Küche ist offen gestaltet und mit Kaffeemaschine, Backofen, Herd und Mikrowelle ausgestattet. Ein Toaster wäre wünschenswert gewesen. Wegen ein paar Sauberkeitsmängel haben die Damen je eine Flasche Rotwein als Entschädigung bekommen. Das Bad ist mit Dusche und WC ausgestattet, wegen der räumlichen Enge musste hier auf ein Waschbecken verzichtet werden, was auf Grund der Waschbecken in den Schlafzimmern nicht weiter tragisch war. Die Motorräder konnten wir direkt vor der Tür abstellen. Alles in allem konnten wir zufrieden sein, zumal wir für fünf Über- nachtungen nur 90,-/p.P. zahlen mussten!

Donnerstagmorgen 8:00 Uhr, Heiter bis Wolkig
Beim Brötchen holen offenbarte sich mir dieser Ausblick auf die Mosel. Vorn Links liegt die Ortschaft Wolf, oben rechts das Städtchen Kröv. Diesen herrlichen Blick hat man, wenn man sich im Landalpark im Außenbereich des Restaurants befindet. Für heute haben wir uns vorgenommen, in die Eifel zu fahren, ein paar Maare zu besichtigen, ein paar Kurven zu räubern und den Nürburgring zu besuchen. Nach dem Frühstück sind wir dann aufgebrochen. Zunächst mussten wir aber nach ein paar Km anhalten um die Regenkombis anzuziehen. Zu stark wurde der Regen. Aber genauso stark wie dieser gekommen ist, genauso schnell hat er sich verzogen, so dass wir die Kombis am Weinfelder Maar schon wieder ausziehen konnten. Im weiteren Tagesverlauf blieb es trocken. Weiter ging es dann zum Gemündener Maar. Beim Schalkenmehrener Maar an dem wir vorbeikamen, hat man übrigens einen wunderbaren Blick von oben. Wir fuhren weiter über Zahlreiche Kurven kleiner Straßen, mit einem kleinen Abstecher am Holzmaar zum Pulvermaar, wo wir auf dem Campingplatz eine Kaffeepause eingelegt haben. Nach der Stärkung haben wir uns Kurvensuchend zum Nürburgring aufgemacht, wo wir zunächst an der Grand Prix Strecke gelandet sind. Eine detaillierte Streckenbeschreibung kann ich leider nicht wiedergeben. Wir sind Kreuz und Quer über kleine Straßen und Dörfer gefahren und es war teilweise sehr beeindruckend und schön, so das wir einfach nur die Fahrt genossen haben. Von der GP-Strecke sind wir dann zur Einfahrt der Nordschleife. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, wenigstens eine Runde durch die “grüne Hölle” zu drehen. Ich muss sagen, ich bereue nicht einen von den 26,- Euro! Das muss man mal erlebt haben, wenn man schon vor Ort ist! Nachdem ich mit meiner Runde fertig war, sind wir nach Adenau, um dort noch ein wenig das Treiben auf dem Ring zu beobachten. In Christa´s Restaurant, unweit der Strecke, haben wir uns dann etwas Nahrung in fester Form zugeführt! Anschließend ging es über viele Kurven zurück zum Landal Park, wo wir nach 225 Km (inkl. Ring) angekommen sind, um zunächst in den Fluten des Schwimmbads ein paar Runden zu drehen und anschließend das Restaurant zu testen.

Freitagmorgen 8:00 Uhr, Sonnenschein
Für heute stand eine Städtetour nach Trier an. Für die Anreise bietet sich die B53 förmlich an, schlängelt sich diese doch entlang der Mosel mit all deren Windungen von Zell (Mosel) bis Trier. Nachdem wir die Motorräder an der Palastaula-Basilika auf dem Konstantinplatz abgestellt haben, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Dem Strom der Menschen folgend kamen wir zunächst zur Liebfrauenkirche, die den südlichen Teil der Doppelkirchenanlage bildet. Den nördlichen Teil bildet der Trierer Dom. Nachdem wir den Innenbereich des Doms ausgiebig erkundet haben, machten wir uns auf dem Weg zum Marktplatz, wo an diesem Tag auch Marktstände aufgebaut waren. An den einzelnen
Verkaufsständen haben wir uns je nach Appetit mit essbarem versorgt. Anschließend machten wir uns weiter auf den Weg zum Porta Nigra, wo gerade eine Ausstellung vieler Karl Marx Figuren war. Der Name »Schwarzes Tor« ist mittelalterlich und lässt sich neben dem Zahn der Zeit auch auf umweltbedingte Verschmutzung zurückführen. Unterwegs sahen wir einige Straßenkünstler wie Pantomime und Jongleure. Immer wieder Interessant und Faszinierend denen zuzuschauen. Kurzzeitig haben wir sogar überlegt, eine Fahrt mit der Bimmelbahn zu unternehmen, haben es aber umgehend wieder verworfen. Auf eine Besichtigung des Geburtshauses von Karl Marx haben wir, ebenso wie auf die vielen anderen Sehenswürdigkeiten, verzichtet. Um alles Sehenswertes zu besichtigen benötigt man Minimum ein ganzes Wochenende Zeit! Wir haben uns lieber mit den Motorrädern auf den Weg gemacht zum Brubbel von Wallenborn. Hierzu nutzten wir die B51 bis Bitburg um dann auf der B257 die Fahrt fortzusetzen. Mit jedem Km wurde es zunehmend bewölkter und kühler. Nach Ausbruch des Brubbels, welches auf Grund von angesammeltem Kohlendioxid passiert, haben wir uns in dem naheliegenden Café noch einen Kaffee gegönnt. Im Anschluss fuhren wir zurück zum Mont Royal, um nach 186 km totes Fleisch auf dem Grill zu garen und den Tag bei einem oder zwei Bierchen in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

Samstagmorgen 9:00 Uhr, Wolkig mit Niederschlag
Nissy hat uns mit auf den Weg gegeben, Bernkastel-Kues zu besuchen. Auf Grund der Wetterlage, in Anbetracht der Tatsache das ich am nächsten Tag den Heimweg antreten musste und im allgemeinen keine große Lust auf eine lange Tour herrschte, wollten wir diesen Tag hierfür nutzen. Die Anfahrt führte entlang der Mosel, wobei wir diese mehrfach überquert haben. Standesgemäß haben wir einen Parkplatz vor der “Biker Station” direkt am Anleger gefunden. Hier sind löblicherweise mehrere Motorradstellplätze ausgewiesen, die obendrein noch Kostenlos sind! Von hier aus setzten wir unsere Erkundung per Pedes fort. Bernkastel ist wirklich eine schöne kleine mittelalterliche Stadt, die mit ihren
Fachwerkhäusern zu gefallen weist! Beeindruckend sind die schiefen Wände der Häuser und die schmalen Gassen. Nachdem wir den Ortskern ausgiebig erkundet haben sind wir zurück zu den Motorrädern, mit denen wir rauf zur Burg Landshut gefahren sind. Oberhalb des Jugendherberge haben wir die Motorräder auf dem Parkplatz abgestellt und den Weg bergab zu Fuss zurück gelegt. Mit Erschrecken und in Gedanken an den Rückweg, haben wir an der Burg festgestellt, dass wir bis dahin hätten fahren können. Nichts desto trotz haben sich 2/3 sogar noch den Weg auf den Turm zugetraut! Von hier aus hatte man einen herrlichen Panoramablick über die Mosel mit ihren Weinbergen und Bernkastel-Kues. Anschließend fuhren wir dann wieder zu unserer Unterkunft und kamen mit 72 Km mehr auf der Uhr dort an.

Sonntagmorgen 8:00 Uhr, Regen
Am Vorabend haben sie in den Nachrichten gezeigt, das von Westen her gegen 10:00 Uhr ein schmales wolkenloses Feld gen Osten ziehen soll. Dies wollte ich dann nutzen um einigermaßen trocken nach Hause zu kommen. Die anderen waren sich noch nicht schlüssig wann bzw. ob sie schon abreisen. Sodann habe ich mich ziemlich pünktlich alleine auf den Weg nach Hause gemacht. Schnell noch eine Flasche Kröver Nacktarsch besorgt und der Mosel auf der B53 bis Zell an der Mosel gefolgt. Dort bin ich dann auf die B49 gewechselt um weiter der Mosel zu folgen. Immer wieder bin ich angehalten um Fotos zu schießen, brauchte ich ja auf niemanden Rücksicht nehmen. Ich folgte der Mosel weiter bis Cochem um dort auf die B259 abzubiegen. Die B259 befuhr ich, bis diese in die B257 überging. Die B257 führte mich noch einmal am Nürburgring vorbei und über eine sehr gefällige Wegführung bis zu BAB61. Über die BAB61, BAB1 und BAB2 ging es für mich dann recht zügig nach Hause, wo ich dann nach 421 Km trocken angekommen bin!
Fazit: Die Region Mosel/Eifel ist, nicht nur zum Motorrad fahren, sehr schön und wird mich bestimmt wiedersehen!