Was wir in 2012 gemacht haben!

Motorradtour durch Schottland / Pitlochry

Mittwochmorgen 9:00 Uhr, Sonnenschein
Mein Motorrad steht gepackt auf dem Parkplatz, Klaus trifft als erster der Reisegruppe bei mir ein. Mit 13 Leuten auf 11 Motorrädern wollen wir noch einmal in die Highlands. Leider hatte Gerrit drei Wochen vor Abreise sein Mopped auf die Seite gelegt (legen lassen) und kann auf Grund seines Beinbruches an der Reise nicht teilnehmen. In den vergangenen Wochen haben wir noch vergeblich versucht einen Ersatzfahrer zu finden, da die Schiffskabine und das Hotelzimmer weiterhin benötigt werden.
Gegen 9:15 Uhr treffen Nissy und Thorsten als auch Hilmer bei mir ein. Zunächst für alle ´nen Kaffee. Als Bernhard eintrifft, zieht es sich zu und fängt an zu regnen. Um 10:00 Uhr wollen wir starten, in Ibbenbüren stoßen weitere drei mit zwei Motorrädern zu unserer Gruppe. Da wir um 9:50 Uhr alle komplett sind und alle ihren Kaffee auf haben, starten wir 10 Min. früher. Zunächst ging es auf die BAB 30 Richtung Niederlande, in Ibbenbüren fahren wir ab, um Betty, Katrin und Manny aufzunehmen und zu tanken. Wie wir da so an der Tanke noch eine rauchen, kommt da eine ganz böse Wolke vorbei und lässt es richtig schütten. Pausen zur richtigen Zeit sind Goldrichtig!
Nachdem der heftige Schauer vorbei war geht es mit acht Motorrädern wieder auf die BAB 30 Richtung Amsterdam. Gegen 11:30 Uhr passieren wir die Deutsch-Holländische Grenze und sind gegen 12:15 Uhr an der Raststätte Vundelaar zum ersten Tankstopp in den Niederlanden. Die Planung der Tankstopps ging noch darauf zurück dass Gerrit mitfährt und er mit seiner Vmax einen nur geringen Aktionsradius hat(te). Einen weiteren Zwischenstopp legten wir an der A1 an der Raststätte Hackelaar ein, um dann über die A9 weiter Richtung Amsterdam zu fahren. Über die A22 ging es dann Richtung Ijmuiden zum Fähranleger. Gegen 14:20 Uhr kamen wir im Hafen an. Die erste Etappe mit 310 Km war geschafft. Vor dem Restaurant “de Vissershaven” warteten Moni und Winni mit Michael und Carmen aus Hamburg, die wir erst hier kennenlernen sollten. Nun war unsere Reisegruppe komplett (naja, exklusive Gerrit)! Die vier sind schon einen Tag früher angereist und haben Amsterdam in Augenschein genommen. Bevor es nun an Bord gehen sollte haben wir in dem Fisch-Restaurant noch eine kleine Stärkung zu uns genommen! Neben Fish and Chips für die einen, gab es unter anderem für mich Kibbeling. Wir sind dann noch rüber zur Tanke gegangen, um für die Überfahrt ein paar Büchsen Bier zu kaufen. Bier bzw. Alkohol aber gibt es an Holländischen Tankstellen nicht! Nachdem alle einigermaßen gesättigt waren sind wir dann zur Fähre rüber. Check In und Aufstellung zur Verladung. Gegen 16:00 Uhr verschwanden die Motorräder samt Fahrer im Bauch des Schiffes. Anschließend Kräder verzurren (selbstverständlich mit gegenseitiger Hilfe) und ab in die Kabinen. Nachdem wir unsere Kabinen bezogen und uns aus den Kombis gepellt haben, sind wir hoch auf Deck 11 in die Open Air Bar gegangen und haben noch ein wenig die Sonne genossen.  Wie dann die Fähre abgelegt hat wurde es durch den Wind recht frisch, so dass wir uns an einen Rundtisch unter einem Sonnensegel zurückgezogen haben. In dieser  gemütlichen Runde haben wir uns über die Anfahrt und das erlebte in Amsterdam ausgetauscht. Selbstverständlich war auch das zu erwartende Wetter ein großes Thema. Aber wir müssen es nehmen wie es kommt, sich vorher den Kopf zu zerbrechen hat keinen Sinn! Alles wird gut und “ich kümmer mich”! Hier haben wir dann auch unseren restlichen Reiseproviant zu uns genommen. Imposant ist der riesige Offshore-Windpark Q7, den wir bei der Fährfahrt passieren. Wie die Sonne verschwunden war, wurde es merklich kühler, so dass wir in die Bar auf Deck Acht zurückgezogen haben und dort der Band Gehör geschenkt haben. Naja, zumindest war diese nicht zu laut, so das wir uns noch ein wenig unterhalten konnten. Gegen 22:00 Uhr löste sich unserer Gruppe langsam auf und gegen 23:00 Uhr bin ich dann auch in die Koje.

Donnerstagmorgen 9:00 Uhr Ortszeit, leichter Niederschlag
Nachdem wir wieder aus dem Bauch der Fähre raus und den Zoll durchquert haben, sind wir mit Hilfe des Navie´s raus aus Newcastle. Über die A696 ging es über Landschaftlich sehr schöne Landstriche zunächst über Ponteland um anschließend weiter auf der A68 Richtung Jedburgh zu fahren. An dieser Stelle die kurze Anmerkung das dass “A” in UK nicht für Autobahn steht! Manny fühlte sich beim Anblick der Umgebung und der Häuser an die Bretagne erinnert. An der Grenze zu Schottland haben wir Rast gemacht und uns mit einem Kaffee aufgewärmt. Nissy hatte hier eine Tasse bekommen, die wäre bei uns locker als Kännchen durchgegangen! Natürlich wurde am Grenzstein erst mal Position eingenommen um sich für die Ewigkeit ablichten zu lassen. Bis hier war das Wetter, sagen wir mal, durchwachsen.
Immer wieder leichter Regen, was aber zu keiner Zeit die Reisegeschwindigkeit beeinträchtigt hat. Nachdem alle Ihren Kaffee auf hatten, fuhren wir weiter bis Jedburgh. Dort hatten wir die Möglichkeit, den Grenzkaffee wieder wegzubringen. Auch wollten wir hier endlich tanken (zwei vorherige Versuche scheiterten darin, dass die Tankstellen geschlossen waren). Aber auch die Tankstelle in Jedburgh war auf Grund von Instandhaltungsarbeiten geschlossen! Also weiter bis Saint Boswells, dort konnten wir die Luft aus unseren Tanks wieder herauslassen. Anschließend nahmen wir wieder die Fahrt auf der A68 Richtung Edinburgh auf. Zwischen Pathhead und Edinburgh haben wir dann so richtig den Arsch nass gekriegt. Zwar ließ der Regen bis Edinburgh langsam wieder nach, dennoch hatte keiner mehr so richtig Bock darauf die Sehenswürdigkeiten, geschweige denn die Burg zu besichtigen. Also haben wir dort nur zu Mittag gegessen, um uns anschließend durch den Verkehr raus aus der Stadt zu quälen. Über die Forth Road Bridge ging es dann auf der A90 und M90 am Loch Leven vorbei Richtung Perth. Der leichte, aber beständige Regen begleitete uns auf diesem gesamten Stück. Nachdem wir bei Perth auf die A9 gewechselt sind, haben wir noch eine Pinkel- und Zigarettenpause eingelegt. Die Signale der Mitfahrer waren eindeutig und einstimmig! Wir wollten endlich im Hotel ankommen. Also, jetzt hieß es einmal mehr die Zähne zusammenbeißen und die letzten Meilen oder Km abspulen. Wie wir dann von der A9 auf die A924 nach Pitlochry abgefahren sind, konnten wir schon hoch oben das Atholl Palace Hotel sehen. Mittlerweile hat es auch zu regnen aufgehört. Nachdem wir dann die Blair Atholl Distillery gegenüber der Tankstelle passiert hatten, ging es hinter der Brücke nach rund 290 km rechts rauf in den Hoteleigenen Park. Bei der Zufahrt zum Hotel waren einige Gruppen dabei Highlandgames zu spielen. Später haben wir erfahren, das dies eine holländische Firma war, die dort einen mehrtägigen Teamentwicklungsworkshop durchführen.
Für uns aber hieß es erst einmal einchecken, auf´s Zimmer, raus aus den nassen Kombis und zum Trocknen aufhängen, Frisch machen. Nachdem wir alle soweit fertig waren, trafen wir uns in der Lobby des Hotels. Entgegen der Planung hatte aber niemand mehr so richtig Lust runter in die Stadt zu gehen, geschweige denn, nachher wieder rauf zum Hotel. So sind wir in die Hotelbar und haben den Tag bei Fish & Chips sowie ein, zwei Bier ausklingen lassen. Alle waren recht ausgelaugt und so ging es auch zeitig zu Bett! Die Anreise nach Pitlochry war, auch auf Grund des Wetters, recht unspektakulär und ohne große Sehenswürdigkeiten.

Freitagmorgen 9:30 Uhr Ortszeit, bedeckt
Nach ausgiebigem Frühstück haben sich Klaus, Nissy, Thorsten, Hilmar und ich auf dem Weg zu einer Tour gemacht. Die anderen konnten sich (aus verschiedenen Gründen) nicht aufraffen an der Tour teilzunehmen. Die ersten 10 km auf der A9 absolvierten wir noch im Nieselregen. Wie wir diese Richtung Alberfeldy verlassen haben, wich auch der Regen. Nach weiteren 10m km waren die Straßen sogar trocken. So hatten wir auf der kurvigen A827 günstige Bedingungen zum Fahren. Unseren ersten Halt machten wir bei der Distillery Aberfeldy. Auf eine Besichtigung haben wir allerdings verzichtet, waren wir doch zum Motorradfahren hier.
Weiter ging es von Aberfeldy die gut ausgebaute A827 am nördlichen Ufer des Sees Loch Tay vorbei bis Killin. Bei den Stromschnellen des Flusses Dochart war unser nächster Stopp. Ein Atemberaubender Anblick. Weiter führte uns die Route auf der A827 bis zur A85 wo wir Richtung Crainlarich abbogen. Die A85 führte uns am Loch Lubhair und Loch Dochart vorbei.
In Crainlarich bogen wir auf die A82 Richtung Fort William. Eine sehr gut ausgebaute Straße, die dazu verleitet die Geschwindigkeit zu überschreiten. Und dementsprechend häufig konnte man die Geschwindigkeitsmessungen sehen. Also immer mit einem Auge auf dem Tacho fahren. Bei dem Hotel “Bridge Of Orchy” haben wir uns einen ‘Coffee to go’ gegönnt. Auffallend war, dass hier viele Wanderer unterwegs waren. Nach der Kaffeepause fuhren wir die B82 weiter zu einer Aussichtsplattform über dem Loch Tulla. Hier legten wir einen nur kurzen Stopp für Schnappschüsse ein. Die Schneefallgrenze lag zu der Zeit bei etwa 800m über n.N., wir waren hier bei 500m. Nach kurzer Pause fuhren wir die kurvige A82 weiter am Lochan nah-Anglaise, Loch Achtnochtan vorbei bis Loch Leven. Entlang des Loch Linnhe führt die A82 bis Fort William, wo dann auch Zeit für eine ausgiebige Mittagspause war. Die ersten 180 km des heutigen Tages waren geschafft und haben einen Mordsgaudi gemacht. Hier stand dann auch die Entscheidung an, “fahren wir die kurze oder große Tour”? Die Meinung war Einstimmig, “die große Tour”! Also fuhren wir nach dem Essen weiter Rihtung Loch Lochy, an dem die A82 direkt vorbei führt. Während wir dort eine Zigarettenpause eingelegt haben flogen mit einem Mal zwei Düsenjet knapp übers Wasser hinweg. Leider hatte keiner seine Kamera so schnell griffbereit, um dieses Bild festzuhalten! Aber dadurch ist wohl auch “Lizzie”- das Ungeheuer vom Loch Lochy verscheucht worden, so dass wir dieses nicht zu Gesicht bekamen. Immer wieder konnten wir auf der Tour kleine Bäche und Wasserfälle beobachten, die durch die Schneeschmelze in Bergschneisen ins Tal runter rauschten. Nach der Pause fuhren wir die A82 weiter am Loch Uanagan vorbei, Richtung Fort Augustus. Wie wir am Südende des Loch Ness die A82 weiter fuhren konnte ich im Augenwinkel an einem Park- oder Rastplatz ein paar Motorräder ausmachen die zu uns gehören konnten. Wie sich später herausgestellt hat, haben sich Winni, Bernhard und Michael doch noch auf eine kleine Tour begeben. Wir fuhren die kurvige A82 am Westufer des Loch Ness weiter bis zur ‘old Bridge from Invermoriston’, wo wir eine weitere Pause eingelegt haben. Thorsten bemerkte nebenbei, wir sollten weniger Pausen machen, seine Zigaretten neigten sich dem Ende! Wir fuhren weiter die A82 Richtung Inverness. Nessy haben wir im Übrigen auch nicht zu Gesicht bekommen! Am Urquhart Castle haben wir noch einmal kurz angehalten um ein paar Fotos zu schießen. Eintritt für eine Ruine wollten wir dann doch nicht zahlen! Weiter ging es dann bis Inverness, wo wir noch einmal vollgetankt haben, um anschließend über die A9 nach Pitlochry düsen. Bis hierher hatten wir bestes Wetter mit teils 12°C und Sonnenschein. Auf der A9 haben wir dann
noch einmal so richtig den Arsch nass bekommen. Bei nur noch 2°C doppelt unangenehm! Aber wer nach Schottland fährt, muss zu dieser Jahreszeit damit rechnen! In Pitlochry wieder angekommen, haben wir uns ein Restaurant gesucht. Niemand hatte mehr Bock auf Fish & Chips oder Burger! Wir haben uns dann für Indisch entschieden. Das Essen war hier so reichhaltig, das wir fünf es nicht geschafft haben es aufzuessen und einiges zurückgehen lassen mussten. Gegen 20:00 Uhr waren wir dann nach ca. 415 gefahrenen Km wieder im Hotel. Zunächst sind Klaus und ich noch in den Spa-Bereich des Hotels und haben uns einen ausgiebigen Saunagang mit anschließendem Wirlpool gegönnt. Anschließend ging es noch in die Hotelbar, wo wir erfahren haben, dass sich Manny selbst die Höchststrafe verpasst hat!
Mit den vier Frauen Shoppen gehen!!!
Mit einem Mal werde ich angesprochen: “sag mal, warst Du vor zwei Jahren nicht auch mit der Reservistentruppe dabei?” Hartmut hatte sich mit seiner Frau auch hier im Hotel einquartiert. Das Motorrad mit heimischen Kennzeichen, hatten wir schon vorm Hotel gesehen gehabt, konnten es aber nicht zuordnen. Er meinte die Truppe von vor zwei Jahren seinen in Perth im Hotel und morgen auch auf der Fähre. So ging der Abend recht unterhaltsam zu Ende.

Samstagmorgen 7:30 Uhr Ortszeit, wolkenlos
Ein Blick aus dem Fenster, ein strahlend blauer Himmel! Zeitig waren alle beim Frühstück! Pünktlich um 9:00 Uhr wollen wir zur Rückreise starten. Vor Abreise Aufstellung zum Gruppenfoto und dann das! Ein Bus stellt sich genau zwischen uns und dem Hotel. Also alle drehen und den Arsch des Löwen mit auf´s Bild! Grrr
Um 9:15 Uhr ging es dann los runter zur Tankstelle, alle volltanken. Mit einem Mal springt die BMW von Katrin nicht mehr an. Batterie empty! Mit vereinten Kräften haben wir das Motorrad angeschoben bekommen, die Temperatur lag zu dieser Zeit nur knapp über den Gefrierpunkt! Um 10:00 Uhr konnten wir dann starten, wir machten uns auf direktem Weg über die A9, M90, A90 nach Edinburgh. In Edinburgh folgten wir dem City Bypass, der A720, am Airport vorbei auf die A1. Dieser folgten wir bis zur Abfahrt zur A1107 Richtung Coldingham, um ein wenig an der Küste entlang zu fahren. Hinter Eyemouth ging es dann wieder auf die A1, über die Grenze nach England bis Alnwick, um dort auf die A1086 zu wechseln. Über die Orte Warkworth und Ashington folgten wir der A1086 bis zur A189. Über die A19 ging es dann rein nach Newcastle auf die A193 bis zur North Shield Ferry. Bei jedem Stopp, ob zum Tanken oder Marschverpflegung einzukaufen, mussten wir Katrin Ihr Mopped anschieben. Die Batterie wurde garnicht mehr geladen! Gegen 16:00 Uhr kamen wir dann nach rund 320 Km, zum ersten Mal trocken, an der Fähre an. Nach einer Zigarettenlänge konnten wir auch schon auf´s, besser in´s Schiff. Nach dem verzurren der Kräder sind alle zunächst in ihre Kajüten um anschließend auf Deck 11 in der Open Air-Bar ein paar Biere zu trinken und die, zuvor im Supermarkt gekaufte, Marschverpflegung zu verzehren. Hier haben wir auch die Truppe von vor 2 Jahren wieder getroffen, die in diesem Jahr eine 10-tägige Rundtour durch Schottland gemacht haben. Das “Hallo” war dementsprechend! Nachdem wir abgelegt und auf See waren wurde es merklich frisch an Deck und wir zogen uns wieder auf Deck acht zurück. Einige haben im Duty free Shop ein paar Kleinigkeiten eingekauft, bevor es zum gemütlichen Teil überging. Wobei, der Entertainer war einfach nur laut, aber den jungen Gästen an Bord hat es wohl gefallen, denn die haben getanzt. Gegen 23:00 Uhr löste sich unsere Gruppe langsam auf, die Koje hatte laut gerufen!
Bis auf Gerrits Ausfall vor Antritt und dem kleinen technischen Defekt an Katrin´s Motorrad ist die Reise super verlaufen, so dass ich recht zufrieden mit dem gesamten Reiseverlauf war und den Saunagutschein, den ich von der Gruppe als “Dankeschön” für die Reiseplanung erhalten habe, genießen kann. *froi*

Sonntagmorgen 7:30 Uhr MESZ, Nebel
Am nächsten Morgen konnte man, wegen Nebel, keine 10 m oder 100 m weit schauen. Wenn man keinen Anhaltspunkt hat kann man das schwer einschätzen. Zunächst sind wir ins 7-Seas zum ausgiebigen Frühstück. Anschließend wieder an Deck, Sicht gleich null. Einer meinte, an den vor Reede liegenden Schiffen seien wir schon vorbei, langsam sollte man eigentlich schon Land sehen können! Dann kamen die Durchsagen, wer, wann, auf welches Deck zu seinen Fahrzeugen gehen sollte. Wir uns also gesammelt und auf Deck vier um die Verzurrungen von den Motorrädern zu nehmen. Danach hieß es warten, da ein paar holländische Motorradfahrer wohl verpennt haben und die dahinterstehenden LKW nicht von Bord konnten. Als diese dann endlich soweit waren, machte einer von ihnen den Max und anschließend ´nen Satz! Entsprechend groß war der Applaus der wartenden Motorradfahrer! Dann endlich konnten auch wir von Bord. Nachdem die vorderen Reihen schon weg waren hatten wir genug Platz um Katrin Motorrad anzuschieben, was auch sofort gelang! Dann ging es auch für uns raus aus dem Bauch des Schiffes. Kurze Ausweiskontrolle, wobei ich noch immer nicht der Sinn sehe, da die überwiegende Zahl der Motorradfahrer ihren Helm auf hatten. Dann fuhren wir weiter die A22 Richtung Amsterdam, wechsel auf die A9 und rechts ran! Es fing so stark an zu rechnen, das die Regenhosen übergezogen werden mussten. Danach fuhren wir weiter und wechselten auf die A1. Carmen und Michael sind zwischenzeitlich Richtung Zwolle(Hamburg) abgebogen, es wurde heller und die Wolkendecke riss auf. Der gelbe Planet zeigte sich von seiner besten Seite und wir haben einen Rastplatz angesteuert um uns von den Regenklamotten zu entledigen. Katrins BMW fing mächtig an zu zicken, nachdem wir es angeschoben hatten. In der Hoffnung, dass sich das während der Fahrt wieder legen wird sind wir weitergefahren. Leider hat die Karre nur noch gesponnen, so dass wir ca. 25 Km vor Hengelo aufgeben und den ADAC anrufen mussten. Da wir uns 90 Km weiter in Ibbenbüren sowieso getrennt hätten, meinten Manny, Betty und Katrin wir sollten die Heimfahrt fortsetzen. Also fuhren wir zu fünft weiter bis Ibbenbüren, wo wir eine Motorradwaschanlage entdeckt haben, die aber sonntags nicht in Betrieb ist! Hier haben wir uns dann auch alle verabschiedet, da wir an den verschiedenen Abfahrten die A30 verlassen haben. Gegen 16:15 Uhr war ich dann nach insgesamt 1675 gefahrenen Km wieder zu Hause. Trotz des teilweise heftigen Wetters, bereue ich nicht einen Km! Gegen 18:15 erhielt ich den Anruf, dass auch die drei Gestrandeten wieder gut zu Hause angekommen sind. Der Defekt konnte vor Ort behoben werden, so dass die Drei ihre Fahrt auch fortsetzen konnten.